Das E-Rezept ist ein Teil der Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen. Die Zukunftsplanung sieht so aus: Stellen Ärztin oder Arzt ein Rezept aus, erhält der Patient ein elektronisches Rezept, das er in einer Apotheke seiner Wahl einlösen kann. Der Informationsaustausch zwischen Arzt, Patient, Apotheke und Krankenkasse soll dann in elektronischer Form erfolgen.

Wie läuft das genau ab?

Ärzte sollen künftig mit ihrer Praxissoftware ein E-Rezept erstellen können. Dieses wird elektronisch signiert und in der Telematikinfrastruktur (TI), einer Art Datenautobahn für das Gesundheitswesen, verschlüsselt abgespeichert. Der Patient kann entscheiden, ob er das E-Rezept elektronisch an sein Smartphone übermittelt bekommen oder als Ausdruck erhalten möchte. Mit einer App kann er das E-Rezept auf seinem Smartphone empfangen. Zudem bekommt der Versicherte ein Zugriffsrecht, um auf das Rezept zugreifen zu können (z. B. mit einem QR-Code).

Dann geht der Patient in die Apotheke, wo der mitgebrachte Schlüssel vom Smartphone oder Papierausdruck (QR-Code) eingescannt wird. Die Verordnung ist nun in der Apothekensoftware sichtbar. Das Arzneimittel wird ausgehändigt und auf dem Server als beliefert gekennzeichnet. Die Apotheke übermittelt die Verordnung an das Rechenzentrum. Von dort gelangt sie weiter zur Krankenkasse.

Der Patient kann auch die Information über das E-Rezept per App auf dem Smartphone vorab an eine Apotheke zuweisen. So kann bereits eine Bereitstellung in der Apotheke und, falls angeboten, auch eine Belieferung mit dem Botendienst erfolgen.

Das E-Rezept soll kommen

Das entsprechende „Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV)“ ist bereits am 16. August 2019 in Kraft getreten. Für die Übermittlung des elektronischen Rezepts soll zukünftig die Telematikinfrastruktur (TI) im Gesundheitswesen verwendet werden. Sie soll alle Akteure des Gesundheitswesens im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung verbinden und den sicheren Austausch von Informationen gewährleisten. Neue digitale Anwendungen, wie Medikationserinnerung oder Medikationsplan mit eingebautem Wechselwirkungscheck, werden somit möglich. Nach Ankündigungen des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) sollen zum 30. Juni 2020 die technischen Festlegungen dafür getroffen sein. Das E-Rezept soll flächendeckend ab Mitte 2021 zur Verfügung stehen.

Die Gematik GmbH

Begleitet wird das Projekt E-Rezept von der Gematik GmbH. Seit dem 15.05.2019 ist das Bundesministerium für Gesundheit zu 51 % Gesellschafter der Gematik GmbH. Derzeit hat die GmbH 300 Beschäftigte.

Ihre Ziele hat die Gematik auf Ihrer Startseite ins Internet geschrieben: „Wir vernetzen das Gesundheitswesen. Sicher“. Gesellschafter der Gematik sind das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), die Leistungsnehmer KBV (Kunden oder Patienten) und die Leistungserbringer DKG, DAV, BÄK, BZÄK, KZBV (Krankenhäuser, Apotheken, Ärzte und Zahnärzte). Die Finanzierung der Gematik GmbH wird durch die Leistungsnehmer, beziehungsweise durch den Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) zu 100 % sichergestellt.

Vorbereitung auf das E-Rezept

Die deutschen Ärzte mussten die Anbindung an die Telematikinfrastruktur bereits bis zum 30. Juni 2019 erledigt haben. Die meisten Arztpraxen haben dies bereits vollzogen. Die Apotheker müssen sich bis zum 30. September 2020 an die Telematikinfrastruktur anschließen. Darauf können Sie sich vorbereiten. Die Gematik GmbH stellt Ihnen Checklisten für Ihren Anschluss an die Telematikinfrastruktur des digitalen Gesundheitswesens zur Verfügung.

Hier finden Sie mit einem Mausklick die Checklisten für:

Sicherheitslücken

Es scheint noch Sicherheitslücken in der Telematikinfrastruktur zu geben. Hacker des Chaos Computer Clubs (CCC) haben sich nach eigenen Angaben Zugang zur Telematik Infrastruktur verschafft und drei relevante Chipkarten bestellt, die nur befugte Teilnehmer bekommen sollten. Die Gematik hat deshalb die Ausgabe von Praxis- und Arztausweisen Ende 2019 gestoppt. Eine Rückholaktion aller bereits ausgegebenen Karten ist aber nicht vorgesehen. Mehr dazu finden Sie hier.

Viele Apotheken bieten Ihren Kunden einen praktischen Service an: Sie können Medikamente per Messenger-Dienst WhatsApp vorbestellen. Die Apothekerkammern raten aber von der WhatsApp-Bestellung aus Datenschutzgründen ab. Schließlich werden sensible Patientendaten damit versendet, die auch automatisch an den US-amerikanischen Anbieter des Dienstes übermittelt werden. Die Arzneimittelnamen können Aufschluss über Erkrankungen geben. Nach der neuen europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) dürfte das Datenschutzniveau als zu gering erachtet werden. Als Apothekerin oder Apotheker setzen Sie sich Risiken aus, wenn Sie WhatsApp dennoch anbieten und nutzen.

Vorbestellung über die Smartphoneseite

Staude-Kunden können ihren Kunden eine sichere Alternative zu WhatsApp anbieten. Auf den Smartphoneseiten befindet sich die Rezept-Fotofunktion. Mit dieser können Staude-Kunden Arzneimittelbestellungen DSGVO-konform entgegennehmen. Die Bedienung ist für Kunden kaum aufwendiger als bei einer Vorbestellung per WhatsApp.

Vorteil der Smartphoneseite gegenüber WhatsApp

Der Vorteil gegenüber WhatsApp liegt darin, dass Staude-Smartphoneseiten DSGVO-konform sind. Kunden müssen vor Versenden des Rezeptfotos eine Einverständniserklärung anklicken, dass sie mit der Erhebung, Verarbeitung und Speicherung ihrer Daten gemäß Ihrer Datenschutzerklärung einverstanden sind. Zudem liegen Staude-Internetseiten auf deutschen Servern und nicht wie bei WhatsApp in den USA. Die Smartphoneseiten sind weiterhin SSL-verschlüsselt, die sensiblen Daten sind daher vor fremden Blicken unbefugter Dritter geschützt.

Wie funktioniert die Rezept-Fotofunktion von Staude?

Ruft ein Kunde Ihre Mobilseite auf seinem Smartphone auf, kann er das Icon „Foto Rezept“ antippen. Er macht dann mit seiner Kamera ein Foto des Rezepts und gibt seine E-Mailadresse für eventuelle Rückfragen ein. Zusätzlich kann er antippen, dass er sich das Medikament anliefern lassen möchte. Dann markiert er die Einverständniserklärung und schickt alles an die Apotheke. Ihr Kunde hat auch die Möglichkeit das Icon „Foto Medikament“ auszuwählen und übermittelt dann ein Foto der Medikamentenpackung an Ihre Apotheke. Hier können Sie sich unsere Smartphoneseiten ansehen.

Flyer zur Bewerbung der Rezept-Fotofunktion

Möchten Sie hinsichtlich WhatsApp auf Nummer sicher gehen, empfehlen Sie Ihren Kunden lieber Ihre Smartphoneseite zur Arzneimittelvorbestellung. Falls Sie Interesse an der Bewerbung Ihrer Smartphoneseite haben, kontaktieren Sie uns bitte. Wir bieten Ihnen gern passende Flyer an, mit denen Sie Ihre Kunden über diese Bestellmöglichkeit informieren können.

Immer mehr Apotheken bieten an, Vorbestellungen von Arzneimitteln über den Messenger-Dienst WhatsApp entgegenzunehmen. Die Patienten schicken dann eine Fotografie des Rezeptes an eine mit WhatsApp verbundene Mobilfunknummer der Apotheke. Der Vorteil für die Patienten: Kommen sie in die Apotheke, sind die verschriebenen Arzneimittel auch vorrätig.

Kritiker bemängeln, dass hierbei sensible Gesundheitsdaten, die nur für den Apotheker bestimmt sind, auch automatisch an den US-amerikanischen Anbieter des Dienstes übermittelt werden. Nach dem neuen europäischen Datenschutz dürfen personenbezogene Daten nicht in Drittländern gespeichert werden, in welchen ein zu niedriges Datenschutzniveau der Fall ist. Dies könnte in Ländern außerhalb der EU der Fall sein.

Die niedersächsische Aufsichtsbehörde für den Datenschutz hat kürzlich in einem Merkblatt veröffentlicht, dass die Nutzung von WhatsApp zur Arzneimittelbestellung in Apotheken datenschutzrechtlich unzulässig ist. Argumentiert wird zum Beispiel, dass die Apotheke ein Anbieter eines Telekommunikationsdienstes sei und verpflichtet wäre, das Fernmeldegeheimnis zu wahren.

Zu der Argumentation der niedersächsischen Aufsichtsbehörde ist hier eine kritische Stellungnahme erschienen.

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