Zwei Kölner Zahnärzte haben erfolgreich das Online-Bewertungsportal Jameda auf Löschung ihrer Profile verklagt. Diese waren ohne Einverständnis der Betroffenen angelegt worden. Das Oberlandesgericht Köln hat entschieden, dass mehrere frühere bzw. aktuelle Ausgestaltungen der Plattform unzulässig sind. Mit ihnen verlasse Jameda die zulässige Rolle des „neutralen Informationsmittlers“ und gewähre den an die Plattform zahlenden Ärzten auf unzulässige Weise „verdeckte Vorteile“. Andere von den Ärzten gerügte Funktionen seien dagegen zulässig.

Hier finden Sie die Pressemitteilung des Oberlandesgerichts Köln.

Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig, Revision zum Bundesgerichtshof (BGH) ist möglich.

Jameda reagierte mit einer vorläufigen Stellungnahme und sagte, man sei erfreut über das Urteil. Grundsätzlich wäre das Recht von Jameda bestätigt, weiterhin alle Ärzte auf dem Portal zu listen. Das Urteil beziehe sich auf eine veraltete Gestaltung des Internetauftritts von Jameda. Ärzte könnten sich weiterhin nicht aus Jameda löschen lassen.

Die vorläufige Stellungnahme von Jameda ist hier zu lesen.

Wir werden in unserem Blog weiter über die Entwicklung berichten.

140 Millionen Suchanfragen beantwortet die Google Suchmaschine täglich in Deutschland. Wenn Sie für Ihre Apotheke oder Praxis ein Google My Business Profil einrichten, erscheint Ihre Visitenkarte zweimal auf der größten Werbeplattform Ihres Standorts. Denn Sie sind digital präsent:

  1. auf der Landkarte von Google Maps (3)
  2. innerhalb der lokalen Ergebnisliste der Google Suchmaschine (4).

Für Ihre Apotheke beziehungsweise Praxis sind diese Anzeigen kostenlos.

Ergebnisliste der Suchmaschine

Google My Business - Ergebnisliste der Suchmaschine

Gut sichtbar auf mobilen Endgeräten

Ihre Visitenkarte wird von Google immer an das aufrufende Endgerät angepasst. Sie erscheint auf dem Smartphone des Besuchers genauso übersichtlich wie auf dessen PC. Das macht Ihren Auftritt benutzerfreundlich. Suchen Patienten oder Kunden in Ihrer Nähe auf ihrem Smartphone nach einer Leistung oder einem Produkt, finden sie Ihre Praxis oder Apotheke und können direkt Kontakt zu Ihnen aufnehmen.

Pflege des Google My Business Profils

Unterhalb der Visitenkarte (4) mit der Sternebewertung Ihrer Apotheke oder Praxis, Ihren Kontaktdaten und Ihren Öffnungszeiten können Sie:

Klicken Sie auf diesen Link „Google My Business Eintrag der Staude GmbH“ dann bekommen Sie noch mehr Einblick in die Möglichkeiten dieser digitalen Werbung.

App für die Verwaltung von Google My Business

Wenn Sie Endgeräte, wie Handys, Smartphones oder Tablets mit dem Betriebssystem Android oder IOS nutzen, können Sie Ihre Visitenkarte auch unterwegs verwalten.

  1. Zugriffsstatistiken abrufen
  2. Öffnungszeiten ändern
  3. Konten verwalten
  4. Kontaktdaten ändern
  5. Rezensionen lesen und darauf antworten
  6. Beiträge erstellen
  7. Fotos verwalten

Google Ads

Möchten Sie Ihre Praxis oder Apotheke in den Google-Suchergebnissen ganz oben platzieren, ist das mit Google Ads (2) möglich. Das kostet dann allerdings Geld. Mehr darüber erfahren Sie in unserem Blogartikel über Google Ads.

Erfolg mit Google My Business und Google Ads

Wir gehen mit Ihnen den Weg zur preisgünstigen digitalen Werbung um Ihren Standort. Mit jahrelanger Erfahrung gestalten und pflegen wir Ihren Google My Business Eintrag. Sie können Ihre Zeit dann für Wichtigeres nutzen. Buchen Sie dazu gern unser Google My Business Paket. Ebenso richten wir Anzeigen für Ihre Apotheke oder Praxis ein, begleiten und beraten Sie während der Erscheinungszeit Ihrer Werbung. Sprechen Sie uns gern an.

Heutzutage orientieren sich viele Kunden und Patienten an Bewertungen im Internet. Negative Bewertungen bei Google können das Ansehen Ihrer Apotheke oder Praxis schädigen (mehr …)

Viele Patienten nehmen heutzutage lokale Suchanfragen im Internet vor, um einen Arzt oder eine Apotheke in der Nähe zu finden. Mit einem Google My Business-Profil können Sie beeinflussen, wie Ihre Apotheke oder Praxis in der regionalen Google-Suche oder bei anderen Google-Diensten, wie Google Maps, angezeigt wird. Somit wird Ihr Eintrag eingeblendet, wenn Nutzer nach Ihrem Unternehmen oder allgemein nach einer Apotheke oder einem Arzt in Ihrer Stadt suchen. Mit einem gut gepflegten Google My Business-Konto können Sie eine bessere Platzierung erreichen.

Gepflegtes Google My Business Profil

Sie sollten in Ihrem Google Profil alle relevanten Informationen zu Ihrem Unternehmen hinterlegen, wie z. B. Leistungen, Adresse und Öffnungszeiten. Weiterhin können Sie einen Direktlink zu Ihrer Webseite einfügen. Bilder von den Räumlichkeiten und Ihrem Team runden den Auftritt ab und vermitteln einen ansprechenden Eindruck Ihrer Praxis bzw. Apotheke. Potenzielle Patienten bekommen eine direkte Kontaktmöglichkeit zu Ihnen.

Google Maps

Zusätzlich wird Ihr Unternehmen als rote Markierung auf Google Maps angezeigt. Potenzielle Patienten können so sehen, wie sie am besten zu Ihnen kommen. Es werden auch Google Maps-User auf Ihr Unternehmen aufmerksam, die nicht direkt nach einer Apotheke oder Praxis in der Nähe gesucht haben. Viele Menschen gehen heute über das Smartphone ins Internet. Das Suchergebnis bei Google My Business füllt bei einem mobilen Endgerät den gesamten Bildschirm.

Bewertungen

Auf Ihrem Profil gibt es eine Bewertungsmöglichkeit (fünf Sterne), an die Sie Ihre Kunden bzw. Patienten verweisen können. Denn mit positiven Bewertungen empfehlen Ihre Patienten Sie weiter. Viele Nutzer im Internet orientieren sich daran. An eventuellen negativen Bewertungen sehen Sie, was bei Ihnen noch nicht ganz rund läuft und können darauf reagieren.

Ist Ihre Konkurrenz schon vertreten?

Suchen Patienten nach einem Arzt oder einer Apotheke in ihrer Region, erscheint dann als Ergebnis eine Karte mit nahegelegenen Apotheken bzw. Ärzten. Ist Ihr Unternehmen nicht mit eingetragen, werden Sie nicht auf der Karte angezeigt. Haben Ihre Konkurrenten bereits einen gepflegten Google-My-Business-Eintrag? Dann werden sie bei der Suche oft vor Ihnen angezeigt. Potenzielle Kunden oder Patienten könnten sich in dem Fall eher an Ihre Konkurrenz wenden.

Google My Business Paket von Staude

Sie haben nicht die Zeit, sich um Ihre Google My Business-Seite zu kümmern? Wir haben jahrelange Erfahrung in der Erstellung und Betreuung dieser Seiten. Gern übernehmen wir die Gestaltung und Pflege Ihres Profils. Zu unserem Google My Business-Paket gehört zunächst die Zertifizierung Ihres Eintrags. Anschließend optimieren wir Ihren Eintrag, stellen die entsprechenden Daten ein, verlinken zu Ihrer Website etc. Ebenfalls fügen unsere Grafiker mehrere Fotos von Ihrer Praxis (Innen- und Außenaufnahmen, Teamfotos, Logos) in einer passenden Größe und Auflösung hinzu.

Darüber hinaus richten wir Ihnen einen Zugang ein, damit Sie Ihren Account selbst verwalten können, mit der Möglichkeit, Zugriffstatistiken selbst einzusehen und auf Bewertungen Ihrer Kunden direkt zu antworten. Weiterhin beraten wir Sie bei eventuellen negativen Bewertungen und verfassen gegebenenfalls Stellungnahmen, damit Ihr Image dadurch nicht belastet wird.

Kontaktieren Sie uns gern, wenn Sie Interesse an der Gestaltung und Betreuung Ihres Google My Business-Profils haben.

In einem aktuellen Rechtsstreit geht es um positive Bewertungen eines Zahnarztes, die von dem Arztbewertungsportal Jameda gelöscht wurden. Hiermit hat sich in der letzten Woche das Landgericht München auseinandergesetzt.

Der Zahnarzt hatte Jameda verklagt, weil Anfang 2018 zehn seiner positiven Bewertungen gelöscht wurden. Dies erfolgte wenige Tage, nachdem er seine Bezahlmitgliedschaft gekündigt hatte. Aus Sicht des Zahnarztes sei dies eine Bestrafung für die Vertragsauflösung.

Hier finden Sie mehr zu dem Fall. Das Urteil soll am 16. April 2019 verkündet werden.

Seit über zehn Jahren gibt es in Deutschland Arztbewertungsportale. Der überwiegende Teil, wie z. B. Jameda und Sanego, ist kommerziell. Viele Patienten nutzen die Portale bei der Arztsuche. Denn immer mehr Menschen lassen sich von Bewertungen und Erfahrungsberichten im Internet leiten. Dabei werden diese nur von relativ wenigen Patienten eingestellt.

Sind die Bewertungen positiv, ist dies gut für das Renommee einer Arztpraxis. Schlechte Bewertungen können dem Ruf schaden. Manche Ärzte möchten daher ihr Profil lieber entfernen lassen. Doch Ärzte haben generell keinen Anspruch darauf, dass ihr Profil gelöscht wird. Auch wenn dieses gegen ihren Willen eingerichtet wurde. Bei Bewertungen von Patienten sollten Ärzte daher einiges beachten.

Wie erfolgt die Bewertung?

Meist ist eine Registrierung nötig, damit Patienten ihre Ärzte bewerten können. Die Angabe des Klarnamens ist aber nicht erforderlich, eine E-Mailadresse reicht aus. Die Bewertung erfolgt in der Regel anhand von kurzen Fragebögen. Sie wird in Form von Schulnoten, Sternen oder anderen Symbolen dargestellt.

Pflege des Profils

Für das Praxismarketing ist die Pflege des Profils auf wichtigen Arztbewertungsportalen zu empfehlen. Hierfür ist allerdings meist ein Nutzungsentgelt zu entrichten bzw. ein Premiumpaket zu buchen. Sie können dann Informationen über Ihre Praxis in ihrem Profil einpflegen, z. B. Homepage, Behandlungsspektrum, Öffnungszeiten, Kontaktdaten etc. Sie sollten auch den Bewertungsstatus regelmäßig überprüfen. Dann können Sie zeitnah auf eventuelle negative Bewertungen reagieren.

Positive Patientenstimmen einholen

Sie sollten versuchen, viele positive Bewertungen zu bekommen. Bitten Sie Ihre langjährigen Patienten oder Bekannten, die sich bei Ihnen in Behandlung befinden, um eine Bewertung auf den wichtigsten Portalen. So können Sie die Anzahl an guten Bewertungen erhöhen. Staude-Kunden können hierfür unser Online-Reputations-Management nutzen. Unser Team gestaltet Ihnen entsprechende Flyer oder Motivationsschreiben mit der Bitte um eine positive Bewertung, welche die Praxis verlassenden Patienten ausgehändigt werden.

Nutzungsrichtlinien beachten

Die Nutzungsrichtlinien der einzelnen Portale halten fest, welche Kriterien bei der Bewertung zu beachten sind. In der Regel ist dies folgendes: Sie dürfen sich nicht selbst bewerten. Aber auch Ihre Mitarbeiter sollten von einer Bewertung absehen, es sei denn, Sie haben sie tatsächlich behandelt. Es darf Sie auch sonst niemand Drittes bewerten, der nie bei Ihnen in Behandlung war. Darüber hinaus dürfen Sie auch keine geldwerten Leistungen als Gegenwert für eine positive Bewertung anbieten.

Umgang mit schlechten Bewertungen

Es kann vorkommen, dass ein unzufriedener Patient eine schlechte Bewertung im Portal einstellt. Das ist kein Beinbruch. Wenige schlechte Bewertungen unter zahlreichen guten sorgen für die Glaubwürdigkeit der Bewertungen insgesamt. Hilfreich ist es, auf die negative Bewertung zu antworten. Bleiben Sie freundlich, bedanken Sie sich für das Feedback und geloben Sie Besserung.

Löschung falscher Bewertungen

Sollten nachweislich falsche Tatsachen behauptet werden oder es handelt sich um Beleidigung oder Schmähkritik, kann man die Bewertung löschen lassen. Sie oder ein von Ihnen beauftragter Anwalt müssen die Plattform davon zunächst in Kenntnis setzen. Sollte die Bewertung dann nicht gelöscht werden, können Sie den Löschungsanspruch auch gerichtlich durchsetzen.

Bekommt das Google-Profil einer Praxis oder Apotheke eine negative Bewertung, ist das ärgerlich. Schließlich ziehen immer mehr Patienten Bewertungsportale bei der Wahl eines Arztes oder einer Apotheke hinzu. Ein Arzt klagte, weil ihn ein Unbekannter mit einer Ein-Sterne-Bewertung schlecht bewertet hatte. Das Landgericht Lübeck entschied nun, dass Google die negative Bewertung löschen muss.

Der konkrete Fall

In dem in Lübeck verhandelten Fall hatte ein unbekannter Nutzer ausgerechnet unter dem Namen des Klägers eine negative Ein-Sterne-Bewertung ohne weiteren Kommentar abgegeben. Der Arzt geht davon aus, dass die schlechte Bewertung nicht von einem Patienten stammt. Er wertete die Bewertung als geschäftsschädigend und als Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte. Deshalb forderte er – zunächst erfolglos – die Löschung durch Google.

Das Urteil

Die Lübecker Richter urteilten nun: Selbst wenn die Bewertung mit einem Stern keinen Text enthalte, falle sie nicht automatisch unter den Schutz der freien Meinungsäußerung (Art. 5 GG). Die Bewertung sei geeignet, das Ansehen des Arztes negativ zu beeinflussen, argumentierten die Richter. Das Schutzinteresse des betroffenen Arztes überwiege in diesem Fall das Recht auf freie Meinungsäußerung. Ein Arzt kann die Löschung einer negativen Bewertung bei Google verlangen, auch wenn diese keinen Text enthält.

Das nun bekannt gewordene Urteil war bereits am 13. Juni 2018 gesprochen worden. Google teilte mit, die Urteilsbegründung in diesem Fall nun genau zu prüfen.

Hier finden Sie mehr Infos zu dem Fall.

Nicht wenige Ärzte haben mit Freude vernommen, dass das Ärztebewertungsportal Jameda am Dienstag, 22.02.2018, durch eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe in die Schranken gewiesen wurde. Eine Kölner Ärztin, die in den Vorinstanzen unterlegen war, hatte durchgesetzt, dass Ihr Eintrag bei Jameda gelöscht wird. Damit entfällt auch die Bewertung auf der Plattform. Bisher galt die Rechtsprechung, dass Mediziner es grundsätzlich, aufgrund des öffentlichen Interesses, hinnehmen müssen, bei Bewertungsportalen aufgeführt zu sein.

Der konkrete Fall

Die Kölner Hautärztin hatte geklagt, weil sie gegen ihren Willen in die Datenbank aufgenommen wurde und einige schlechte Bewertungen erhalten hatte. Jameda hatte unter den Basisdaten ihrer Profilseite in einer Anzeigenliste auf die Profile konkurrierender Ärzte gleicher Fachrichtungen verwiesen, die ein kostenpflichtiges Premium-Paket bei Jameda hatten. Bei Aufruf des Profils der zahlenden Kunden wurde hingegen keine Liste mit konkurrierenden Ärzten eingeblendet. Der BGH gab der Ärztin Recht, da Jameda durch Sonderkonditionen für zahlende Kunden die Stellung als neutraler Informationsvermittler verlassen habe. Das Bewertungsportal musste das Profil der Ärztin komplett löschen.

Können Ärzte sich jetzt aus der Jameda-Bewertung löschen lassen?

Manche Ärzte hoffen, dass sie sich jetzt auch aus der Jameda-Bewertung löschen lassen können. Dies ist allerdings nicht möglich. Jameda hatte zwar auf den Profilen der Ärzte, die nicht zahlende Kunden waren, Werbung für andere Ärzte geschaltet. Das Bewertungsportal hat aber sofort nach Urteilverkündung reagiert und die Werbung für andere Ärzte auf den kostenlosen Profilen entfernen lassen. Somit ist die Neutralität wieder geboten und Ärzte haben keine Möglichkeit, sich bei Jameda löschen zu lassen. Solange das Portal nur neutrale Informationen bereitstellt, können Ärzte weiterhin den Eintrag mit Basisdaten und Bewertungen nicht verhindern.

Warum können Arztbewertungen problematisch sein?

Kritiker von Bewertungsplattformen argumentieren, dass die Bewertungen wegen der geringen Anzahl nicht repräsentativ seien. Oft würden entweder Bestnoten vergeben oder es komme zu extremen Negativurteilen. Patienten könnten zudem oft gar nicht einschätzen, ob die Behandlung gut oder schlecht war, weil der Erfolg der Therapie vom Krankheitsbild abhänge.

Die Rechte von Ärzten gegenüber Bewertungsplattformen wurden 2017 mit einer Grundsatzentscheidung des Landgerichts München gestärkt. Enthalten die Bewertungen Falschbehauptungen liegt die Beweislast bei Jameda, Sanego und Co.

Arztbewertungsportale sind bei Patienten beliebt, sie helfen bei der Suche nach dem richtigen Arzt. Ärzte müssen es im Sinne der Meinungsäußerungsfreiheit grundsätzlich hinnehmen, dass auch negative Bewertungen veröffentlicht werden. Werden allerdings unwahre Tatsachen behauptet oder erfolgt gar Schmähkritik, bei der die Diffamierung der Person im Vordergrund steht, können Ärzte gegen den Eintrag vorgehen.

Der Fall

Ein Zahnarzt hatte gegen Jameda geklagt, anlässlich einer Bewertung mit der Überschrift „Nicht zu empfehlen“ und den Noten 5 in mehreren Kategorien, wie z.B. „Behandlung“ und „Vertrauensverhältnis“. Im dem dazu veröffentlichten Text war behauptet worden, der Zahnarzt habe eine zu hohe und zu runde Krone angefertigt. Der Zahnarzt widersprach, ein solcher Fall sei in der Praxis im entsprechenden Behandlungszeitraum nicht vorgekommen, und es habe auch keine Beschwerden gegeben. Er forderte Jameda auf, die Bewertung zu entfernen. Jameda lehnte dies ab, da der Bewertende seine Schilderungen auf Nachfrage per E-Mail bestätigt hatte und legte die E-Mail als Beweis vor. Die Identität des Patienten war allerdings von Jameda aus Datenschutzgründen geschwärzt worden. Daher konnte der Zahnarzt den Fall nicht zuordnen.

Das Urteil

Das Landgericht führte aus, dass die bloße Bestätigung des Bewertenden in einer großteils geschwärzten E-Mail nicht ausreiche, um abträgliche Schilderungen als wahr zu unterstellen. Die Beweislast für die Richtigkeit der Bewertung liege bei Jameda. Das Bewertungsportal wurde unter Androhung eines Ordnungsgeldes dazu verurteilt, die negative Arztbewertung nicht mehr zu veröffentlichen.

Folgen für Ärzte

Ärzte sollten ihr Profil regelmäßig prüfen und bei unwahren Kommentaren vom Betreiber die Löschung verlangen. Bisher haben Bewertungsportale die Löschung beanstandeter negativer Bewertungen verweigert, wenn der Verfasser diese bestätigt hat. Dies reicht nicht mehr aus, die Beweispflicht liegt bei Jameda.
Bereits Anfang 2016 hatte der Bundesgerichtshof (BGH) bestimmt, dass Arztbewertungsportale auf Verlangen beweisen müssen, dass Patienten tatsächlich die bewertete Praxis besucht haben. Die Beanstandungen des Arztes müssen daher dem Bewertenden übersendet werden und dieser dazu angehalten werden, den angeblichen Behandlungskontakt genau zu beschreiben und möglichst mit Unterlagen zu belegen. Der Umfang der Prüfungspflicht hängt allerdings vom Einzelfall ab.

Eintrag ganz entfernen lassen

Bisher war es Ärzten nicht möglich, den Eintrag der Praxis aus dem Bewertungsportal löschen zu lassen. Der BHG hatte 2014 argumentiert, dass das öffentliche Interesse höher zu bewerten sei, als das Recht des Arztes auf informelle Selbstbestimmung. Vielleicht kommt es hier noch zu einer neuen Entscheidung. Am 23. Januar 2018 entscheidet der Bundesgerichtshof (BGH) über die Klage einer Ärztin, die möchte, dass Ihr Eintrag bei Jameda gelöscht wird. Ihre Begründung: Die Verwendung personenbezogener Daten sei nicht zulässig auf einem Bewertungsportal, das in erster Linie eine Gewinnerzielungsabsicht hat. Mit der Löschung des Eintrags würde dann auch die Bewertung auf der jeweiligen Plattform entfallen.

Negative Bewertungen bei Google sind ärgerlich und können nachhaltig das Ansehen Ihrer Praxis oder Apotheke schädigen und sich negativ auf das Ranking Ihrer Internetseite auswirken. (mehr …)

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